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Grundlegende Informationen zu den Versorgungssicherheitsbeiträgen

Die Versorgungssicherheitsbeiträge setzen sich aus drei Teilbeiträgen zusammen:

Basisbeitrag

Produktionserschwernisbeitrag

Beitrag für die offene Ackerfläche und für Dauerkulturen

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Der grösste Teil der Versorgungssicherheitsbeiträge wird als Basisbeitrag ausgerichtet (75 %). Der Rest verteilt sich auf den Produktionserschwernisbeitrag (15 %) und den Beitrag für offene Ackerfläche und Dauerkulturen (10 %).

Basisbeitrag

Der Basisbeitrag hat zum Ziel, dass in der Talzone mit optimaler Intensität produziert und damit die Produktionskapazität erhalten wird. Der Basisbeitrag ist über alle Zonen gleich hoch und setzt einen Tierbesatz voraus, der nach Zonen abgestuft ist. Für Biodiversitätsflächen (nur Grünflächen) wird der halbe Basisbeitrag ausgerichtet.

Ansätze Basisbeitrag 2016

 Fr./ha
Dauergrünfläche als Biodiversitätsförderfläche bewirtschaftet450
Übrige beitragsberechtigte Fläche900

Basisbeitrag 2016

 EinheitTalregionHügelregionBergregionTotal
Flächeha465 690249 860282 558998 107
  – davon BFFha47 47028 83967 450143 759
Anzahl BetriebeAnzahl19 35912 54013 81645 715
Fläche pro Betrieb ha24202022
Beitrag pro Betrieb Fr.19 98216 67316 08917 898
Beiträge Total1 000 Fr.386 835209 076222 285818 196

Quelle: BLW


Der Anteil an Biodiversitätsförderflächen (BFF), für die tiefere Versorgungssicherheitsbeiträge ausgerichtet werden, ist in der Hügel- und Bergregion höher als in der Talregion. Zudem sind die Betriebe in der Talregion mit 24 Hektaren im Durchschnitt am grössten und in der Hügelregion mit knapp 20 Hektaren am kleinsten. Sie sind jedoch kaum kleiner als die durchschnittlich etwas mehr als 20 Hektaren grossen Betriebe der Bergregion. Aus diesen beiden Gründen (Anteil BFF und Fläche pro Betrieb) liegt der durchschnittliche Beitrag pro Betrieb bei 19 982 Franken in der Talregion am höchsten und mit 15 873 Franken in der Bergregion am niedrigsten. Die Betriebe der Hügelregion nehmen hinsichtlich des Basisbeitrags mit 16 673 Franken die mittlere Position ein.

Der Basisbeitrag wird für Betriebe mit mehr als 60 Hektaren abgestuft. Das heisst, für den Anteil der Flächen über 60 Hektaren und unter 140 Hektaren wird ein reduzierter Beitrag ausbezahlt. Ab der 140. Hektare wird kein Basisbeitrag mehr ausgerichtet. Für Betriebsgemeinschaften werden die Grenzen der Abstufung entsprechend der Anzahl beteiligter Betriebe erhöht.

Beiträge aufgrund der Abstufung des Basisbeitrags bei grösseren Betrieben 2016

FlächeBetriebeKürzungKürzung pro Betrieb
EinheitAnzahlFr.Fr.
über 60 – 80 ha732897 2531 226
über 80 – 100 ha161931 9755 789
über 100 – 120 ha55743 84813 525
über 120 – 140 ha29440 39715 186
über 140 ha241 128 22347 009
Total1 0014 141 69682 734

Quelle: BLW


Der Basisbeitrag wurde bei insgesamt 1001 Betrieben um Total gut 4 Millionen Franken reduziert ausbezahlt. 24 Betriebe mit Versorgungssicherheitsbeiträgen hatten eine Fläche von mehr als 140 Hektaren. Alleine bei diesen Betrieben wurde ein um gut 1,1 Million Franken reduzierter Basisbeitrag ausbezahlt.

Produktionserschwernisbeitrag

Mit dem Produktionserschwernisbeitrag werden die höheren Kosten und tieferen Erträge für die Produktion in den höheren Zonen berücksichtigt.

Ansätze Produktionserschwernisbeitrag 2016

ZoneFr./ha
Talzone0
Hügelzone240
Bergzone I300
Bergzone II320
Bergzone III340
Bergzone IV360

Produktionserschwernisbeitrag 2016

 EinheitTalregionHügelregionBergregionTotal
Flächeha22 784233 818277 937534 539
Anzahl BetriebeAnzahl4 17412 53313 80630 513
Fläche pro Betrieb ha5,4618,6620,1317,52
Beitrag pro BetriebFr.1 4004 9896 6525 251
Beiträge Total1 000 Fr.5 84462 52591 844160 213

Quelle: BLW


Auch Betriebe, welche in der Talregion liegen, erhalten einen Produktionser-schwernisbeitrag, wenn sie Flächen in der Hügel- und Bergregion bewirtschaften. Der durchschnittliche Produktionserschwernisbeitrag pro Betrieb steigt mit zunehmender Erschwernis von der Talregion mit 1400 Franken über die Hügelregion mit 4989 Franken bis zur Bergregion mit 6652 Franken.

Beitrag für die offene Ackerfläche und für Dauerkulturen

Der Beitrag für die offene Ackerfläche und für Dauerkulturen honoriert die Erhaltung des Potentials für eine höhere Kalorienproduktion auf diesen Flächen.

Ansätze für offene Ackerfläche und Dauerkulturen 2016

 Fr./ha
Beitrag für die offene Ackerfläche und für Dauerkulturen400

Beitrag für die offene Ackerfläche und für Dauerkulturen 2016

 EinheitTalregionHügelregionBergregionTotal
Flächeha234 42541 3654 648280 438
Anzahl BetriebeAnzahl17 6307 6422 35727 629
Fläche pro Betrieb ha13,305,411,9710,15
Beitrag pro BetriebFr.5 3192 1657894 060
Beiträge Total1 000 Fr.93 77016 5461 859112 175

Quelle: BLW


Ackerbau und Dauerkulturen hat es vor allem in der Tal- und Hügelregion, was sich in der Fläche pro Betrieb wiederspiegelt. Folglich ist auch in diesen Gebieten und insbesondere in der Talregion der durchschnittliche Betrag mit 5319 Franken pro Betrieb am höchsten.

Eine detaillierte Darstellung der ausbezahlten Versorgungssicherheitsbeiträge nach den drei Beitragsarten aufgeschlüsselt nach Kantonen und landwirtschaftlichen Zonen findet sich in folgender Tabelle.

Jonas Plattner, BLW, Fachbereich Direktzahlungsgrundlagen, jonas.plattner@blw.admin.ch