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Die gesamte Getreideanbaufläche im Jahr 2016 stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf rund 145 000 ha. Bei Brot- und Futtergetreide resultierten leichte Flächenanstiege. Bei den kleinkörnigen Getreidearten ergaben tiefe Erträge im Vorjahresvergleich Produktionsrückgänge von 20 % und mehr. Insgesamt fiel die Getreideproduktion im Berichtsjahr mit 741 000 Tonnen um 1/3 tiefer aus als im Vorjahr.

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Landwirtschaftliche Nutzfläche nach Nutzungsarten


Produktion

Getreidequalität

Von April bis Juni beeinträchtigte die verbreitet niederschlagsreiche und kühle Witterung in Verbindung mit geringer Sonneneinstrahlung die Kornbildung. Es resultierten kleine Körner in geringer Zahl je Ähre und teils erhebliche Mykotoxin­belastungen. Die mahlfähige Brotgetreidemenge erreichte gemäss Branchen­organisation swiss granum lediglich 315 000 Tonnen, wovon 293 000 Tonnen Weizen. Infolge der niedrigen Erträge fielen die Proteingehalte erfreulich aus. Aus qualitativen Gründen wurden vom geernteten Brotgetreide über 27 000 Tonnen der Tierfütterung zugeführt.

Grenzbewirtschaftung Brotgetreide

Auf Brotgetreideimporte innerhalb des ordentlichen Zollkontingents von 70 000 Tonnen wird ein Referenzpreis angewandt und der abgeleitete, variable Grenzschutz vierteljährlich überprüft. Weil die Brotweizenpreise an den internationalen Märkten seit Oktober 2013 auf tiefem Niveau verharren, werden innerhalb des Zollkontingents Brotgetreide seither die maximalen Grenzabgaben (Zollansatz und Garantiefondsbeitrag) von Fr. 23.– je 100 kg angewandt. Infolge der quantitativ schlechten Brotgetreideernte im Berichtsjahr forderte die Branchenorganisation swiss granum eine vorübergehende Erhöhung des Zollkontingents Brotgetreide um 30 000 Tonnen. Dieser Forderung entsprach der Bundesrat mit der Erhöhung des Zollkontingents Brotgetreide für das Jahr 2017 auf 100 000 Tonnen, um die Versorgung bis zur neuen Ernte zum Kontingentszollansatz zu ermöglichen.

Aussenhandel

Kraftfutter

Basierend auf tiefen Erträgen resultierte trotz höherer Anbaufläche eine geringere Futtergetreideproduktion im Jahr 2016. Für die Nutztierfütterung standen inklusive nicht backfähigem Brotgetreide rund 406 000 Tonnen Getreide zur Verfügung. Ergänzend zu den in der Lebensmittelindustrie anfallenden Nebenprodukten wurden Futtergetreide und eiweissreiche Ackerfrüchte importiert.

Hans-Ulrich Tagmann, BLW, Fachbereich Pflanzliche Produkte, hans-ulrich.tagmann@blw.admin.ch