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Mittelverteilung 2016

Der Bund kann Marketing-Kommunikationsmassnahmen für den Absatz von Schweizer Landwirtschaftsprodukten mit bis zu 50 % der anrechenbaren Kosten unterstützen. Mindestens die Hälfte der Kosten muss durch die betroffenen Organisationen bzw. Branchenverbände selbst finanziert werden. Die Festlegung der Kommunikationsziele, die Bestimmung der Zielgruppen, die Festlegung des Eigenmitteleinsatzes und die Wirkungskontrolle sind somit in der primären Verantwortung der entsprechenden Branchenakteure. Die Unterstützung des Bundes hat subsidiären Charakter.

Die verfügbaren Bundesmittel werden jeweils jährlich auf der Grundlage einer Portfolio-Analyse auf die diversen Produkte und Produktegruppen aufgeteilt. Dabei wird der Investitionsattraktivität der einzelnen Produkt-Marktbereiche für Marketingmassnahmen einerseits, und den von der jeweiligen Branche investierten Eigenmitteln andererseits Rechnung getragen.

Die Sammelpromotion «Swiss milk inside» der Schweizer Milchproduzenten, welche im Rahmen Frankenschocks 2015 lanciert wurde, profitierte im 2016 von einer finanziellen Unterstützung im Umfang von 2 Millionen Franken.

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Exportinitiative

Nach erfolgreichem Abschluss der vom BLW unterstützten «Pilotprojekte Markterschliessung» flossen die Erkenntnisse in die Agrarpolitik 2014 – 2017 und somit in die Landwirtschaftliche Absatzförderungsverordnung (LAfV) ein. Seit 2014 werden die Exportinitiativen im Rahmen der Verordnung über die Landwirtschaftliche Absatzförderung mitfinanziert. Dabei können Kommunikations- und Marktabklärungsmassnahmen für den Absatz von Schweizer Produkten im Ausland mit bis zu 50 % der anrechenbaren Kosten während höchstens fünf Jahren ko-finanziert werden.

Für das Jahr 2016 wurden wiederum fünf Exportinitiativen aus den Bereichen Käse, Fleisch, Bio-Produkte, Rinderzucht und Zierpflanzen eingegeben und bewilligt. Das neue Instrument wird sehr geschätzt und intensiv genutzt. Im Vergleich zu 2015 wurden 915 660 Franken mehr Bundesmittel eingesetzt, was vor allem auf gesteigerte Aktivitäten im Bereich Käse zurückzuführen ist.

Ausgaben Qualitäts- und Absatzförderung

Martin Weber, BLW, Fachbereich Qualitäts- und Absatzförderung, martin.weber2@blw.admin.ch