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Produktion und Erträge

Die Schweizer Ölsaatenproduktion erfolgt auf der Basis von Rahmenverträgen, die zwischen der Produktion und der Verarbeitung (Ölwerke) geschlossen werden. Der Absatz der im Rahmen dieser Verträge festgelegten Mengen ist garantiert, da diese den Marktbedürfnissen entsprechen. Dank diesem System kann den Produzentinnen und Produzenten zudem der bestmögliche Preis angeboten werden. Nicht garantiert ist hingegen die Übernahme durch die Ölwerke von allfälligen (nicht vertraglich vereinbarten) Überschüssen.

Diese werden vom «Produktionspool Ölsaaten» des Schweizerischen Getreideproduzentenverbandes (SGPV) verwaltet, der zu zwei Dritteln durch die Produzentinnen und Produzenten und zu einem Drittel durch die Ölwerke finanziert wird. Die gezielte Unterstützung für den Anbau von Sonnenblumen und Soja steigert deren Rentabilität und trägt zum Erhalt der Vielfalt bei der Produktion und der Verarbeitung der Ölsaaten in der Schweiz bei.

Kernen- und Ölproduktion 2016

 Rahmenvertrag
(Kerne)
Zugeteilte
Mengen
Kernen-
produktion
Öl-
produktion
Selbst-
versorgung
 tttt%
Raps82 00074 00971 90026 60387
Sonnenblumen18 00015 64913 0074 4228
Soja5 00014 4114 50058522

¹ 3500 Tonnen gehen in die Futtermittelbranche
Quellen: swiss granum/SwissOlio/SGPV


Die Produktion von Sonnenblumen konnte dank der kontinuierlichen Erhöhung der Zuteilungen seit 2014 (von 12 700 t auf 14 700 t im Jahr 2015 und auf 15 600 t im Jahr 2016 für einen stabilen Rahmenvertrag von 18 000 t für diese Jahre) auf 70 % des Rahmenvertrags gesteigert werden. Beim Raps sieht es wiederum ganz anders aus: Nach der aussergewöhnlichen Ernte 2014 fiel die Ernte 2015 erneut sehr hoch aus. Die hohen Lagerbestände (10 000 t) der Ernten 2014 und 2015 veranlassten die Branche dazu, die Zuteilungen für das Jahr 2016 drastisch zu senken (74 000 t zugeteilt für einen Rahmenvertrag 2016 von 82 000 t). Ende 2016 beliefen sich die Lagerbestände noch auf 3000 Tonnen. Für 2017 wird eine ausgeglichene Situation erwartet. Hier gilt es anzumerken, dass die Zuteilungen, die als Variable für Marktanpassungen dienen, für das Folgejahr jeweils bereits im Frühling vorgenommen werden, d. h. bevor der Ernteertrag für das Jahr bekannt ist. Somit kann die Branche nicht unmittelbar auf die Produktion Einfluss nehmen.

Marktanteile und Importe 

2016 wurde mit einem Marktanteil von 33,7 % zwar weniger Sonnenblumenöl konsumiert als 2015 (-1,7 %), dennoch bleibt es das beliebteste Speiseöl der Schweiz. Dieses Öl wird grösstenteils importiert. Der Marktanteil von Rapsöl setzte seine stetige Zunahme der letzten Jahre (von 18,9 % im Jahr 2006 auf 27,3 % im Jahr 2015) nicht fort und lag 2016 bei 25,5 % (-6,6 %). Mit einem Marktanteil von weniger als 1 % hatte das Sojaöl weiterhin keine Bedeutung. Bei den importierten Ölen halten das Palmöl und das Olivenöl gewichtige Marktanteile mit 15,8 % bzw. 10,5 %. Während sich der Marktanteil von Olivenöl in den letzten 10 Jahren kaum verändert hat, sank er beim Palmöl seit 2011 um knapp 15,5 % von 18,7 % auf 15,8 %.

Quelle: SwissOlio


Aussenhandel

Arnaud de Loriol, BLW, Fachbereich Pflanzliche Produkte, arnaud.deloriol@blw.admin.ch